Statement zur Regenbogendebatte

In seiner letzten Sitzung hat der Arbeitskreis der gymnasialen Schülervertreter Karlsruhe (AKS) mit Peter Grotz, einem Referenten des Landesinstituts für Schulentwicklung, über die Debatte rund um die Petition „Zukunft – Verantwortung – Lernen: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ diskutiert.

 

Der AKS ist der Auffassung, dass die Schule eine meinungsbildende Aufgabe hat. Deshalb soll unserer Meinung nach auch die Toleranz gegenüber sexueller Vielfalt auf dem Stundenplan stehen. Sie soll und muss in einer Schule, die der modernen Gesellschaft gerecht werden will, diskutiert werden.

 

Der Gedanke des Kultusministeriums, die Akzeptanz gegenüber Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen, Transgendern und Intersexuellen (LSBTTI) in die Leitprinzipien des Bildungsplans aufzunehmen bzw. einzuarbeiten, entspricht dem unseren. Uns ist das Problem bewusst, dass negativ behaftete Ausdrücke wie „Schwuchtel“ oder „das ist ja schwul“ fast schon als Standardfloskeln in die Alltagssprache eingeflossen sind. Wir sind aber der Meinung, dass durch Aufgabenstellungen wie „Klaus und Peter wollen heiraten und brauchen Kuchen für 70 Gäste“ von der Grundschule auf gut vermittelt werden kann, dass LSBTTI im 21. Jahrhundert ganz normal geworden sind.

 

Der AKS versteht die Intention des Petitionverfassers, dass Grundwerte wie „Familie“ und „Tradition“ zu schützen sind, jedoch besteht kein Angriff auf eben genannte Werte durch Unterrichtsaufklärung über LSBTTI. Wir sind der festen Überzeugung, dass niemand in seiner sexuellen Ausrichtung durch objektive Aufklärung über LSBTTI beeinflusst wird.

 

Darüber hinaus sehen wir die Petition allein schon aufgrund ihrer populistischen Wortwahl kritisch. Von LSBTTI als eine „propagierende(n) neue(n) Sexualmoral“ zu sprechen ist unangebracht.

 

Wir unterstützen deshalb die “Gegenpetition zu: Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“.

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